Highlights auf Malta, die man gesehen haben muss!

Als ich vergangenes Jahr einen Urlaub auf die Insel Malta buchte, habe ich nicht unbedingt nur Gutes über die Insel gehört. Sie sei unter anderem zu wenig mediterran und dafür zu britisch, viel zu dicht besiedelt und durch seine Rolle als Zwergstaat arm an Highlights. Diesen Ammenmärchen zum Trotz habe ich mich nach wenigen Stunden sofort in diese Inselgruppe verliebt. Abgesehen von dem riesigen, schmucklosen Ballungsraum im Südosten um die Hauptstadt Valletta ist Malta eine absolute Schatztruhe, die die schönsten Schmuckstücke für Menschen bereit hält, die gewillt sind sie zu öffnen. Eine Land mit Ecken und Kanten, aber genau das macht auch den unvergleichlichen Reiz aus.

Orte die Sie unbedingt gesehen haben müssen:

CIMG37271. Azure Window, Gozo
Ein fantastisches Bauwerk der Natur, das Erinnerungen an die surrealen Gesteinsformationen in den Wüsten Utahs weckt. Das ausladende Felsentor lädt durch seinen einzigartigen Standort direkt über der tosenden Brandung an Gozos Nordküste zu Fotoshootings mit phänomenalen Ergebnissen ein. Der Zugang zum Tor über den Landweg ist mit eindringlichen Warnschildern flankiert. Aber nehmen Sie die ganz gründlich deutsch: Betreten auf eigene Gefahr! Der Schnappschuss ist es allemal wert 😉

CIMG36802. Xlendi, Gozo
Die teilweise in den Fels gehauene Touristenstadt mit einer lebhaften Bucht ist schon alleine schön genug. Doch schon ein kleiner Spaziergang im Umkreis der Stadt entführt Sie in ganz eigene Welten. Am Eingang der Bucht steht der frei stehende Xlendi Tower, dahinter wirft sich eine Sandsteinformation in Wellenform entlang der ganzen Küste auf. Auf der anderen Seite führen schmale Steintreppen zu unterirdischen Höhlen mitten im Meer. Und wenn Ihnen das immer noch nicht genug ist, dann gehen sie auf Tauchstation und erforschen Sie die anliegende Küste mit ihren zahlreichen Riffen.

CIMG35883. Ggantija, Gozo
Eine Reise zurück zu den Anfängen der Menschheit. Die Tempelanlage mitten auf Gozo ist der Haupttouristenmagnet und darüber hinaus UNESCO-Weltkulturerbe. Die Anlage stammt aus der Bronzezeit und ist circa 5.800 Jahre alt und beeindruckt den Besucher durch seine historisch erstaunliche Einzigartigkeit. Ein Muss für jeden Maltaurlauber.

CIMG33574. Mdina
Die liebevoll gepflegte alte Hauptstadt Mdina lädt mit seinem einzigartigen Ambiente und den schmalen Gassen zu einem verträumten Spaziergang ein. Hier scheint die Zeit still zu stehen, die mittelalterlichen, sandfarbenen Häuser versprühen eine einzigartige Magie. In dem Ort selbst gibt es nur ein einziges Hotel und kaum Shops und Restaurants. Durch diese unwirkliche Leere inmitten der Touristenströme vermittelt sie ein unwirklich reales Bild von den Zeiten des alten Malteserordens.

CIMG33895. St. Pauls Kirche, Rabat
Ich selbst war nie ein großartiger Freund von Kirchen und altehrwürdigen Museen. Dennoch beeindruckte mich diese imposante Kirche aus der Barockzeit zutiefst. Unterhalb der Kirche befinden sich die Paulusgrotte, ein Wirrwarr aus Verliesen und dunklen Gemäuern, die durch ihre nackte Wucht jeden Touristen beeindrucken. In einem Flügel der Kirche befindet sich ein historisches Museum, das in dem Eintrittsgeld inbegriffen ist und anschaulich die Geschichte der Missionare, Herrscher und Heiligen Maltas zu erzählen hat.

Blue_Grotto_Malta6. Blue Grotto
Ausschließlich durch Touristenboote vom Meer erreichbar beeindruckt dieses Naturgebilde durch seine außergewöhnliche schöpferische Schönheit. Besonders an sonnigen Tagen leuchtet das Wasser in diesen Höhlensystemen in purem Hellblau. Einer jener Orte, die man in seinem Leben einfach gesehen haben muss!
Kleines Highlight nebenbei: Die kaiserlich schwarz-weiß-rote Fahne neben dem deutschen Hinweistext am Bootshaus. Scheinbar sind hier die Malteser noch im frühen 20. Jahrhundert hängen geblieben.

CIMG3334

7. Marsaxlokk
Das traumhafte Fischerdorf an Maltas Südküste ist ein absolutes Highlight aus dem Reiseführer und ein Blickfang für jeden verträumten Mittelmeer-Schwärmer. Die bunten Boote bilden vor der Silhouette der Stadt ein großartiges Bild. Ein Bummel durch die Stadt ist ein wahrer Dosenöffner für die Seele.

CIMG31768. Wandern an Maltas Nordspitze
Eine Wanderung an der nördlichen Küste der Hauptinsel hat so einiges auf Lager: Hier ist Malta noch nicht verstädtert sondern fast in seinem ursprünglichen Zustand. Lassen Sie sich von der wild-mediterranen Umgebung berieseln und genießen Sie den fantastischen Ausblick von den Steilhängen und Klippen, die in Deutschland vermutlich schon längst mit einer Flut aus Absperrbändern und Hinweisschildern „gebändigt“ worden wären. Lassen Sie die Wanderung anschließend im nächsten großen Ort Mellieha bei einem Sonnenbad an Maltas längstem Sandstrand oder in einem der vielen Restaurants und Bars ausklingen!

Und ein paar Orte die Sie meiden sollten:

CIMG3520 1. Valletta
Es mag vielleicht am schaurigen Regen gelegen haben. Doch wir waren von der maltesischen Hauptstadt gänzlich unbeeindruckt. Eingebettet in einem Meer von tristen Trabantenstädten hat die Ortschaft kaum mehr vorzuweisen als schmucke Regierungsgebäude, Shoppingcenter mit den altbekannten Läden und zwar malerische, aber kaum imponierende Seitengassen. Einzige Highlights: Das Kriegsdenkmal am Hafen und das maltesische Kriegsmuseum. Dennoch: Für eine lange Fahrt durch die Vorstädte, ewige Parkplatzsuchereien und weite Fußwege einfach zu wenig für eine europäische Hauptstadt.

CIMG34232. Dingli Cliffs
Die im Westen gelegenen Klippen stellen die höchste Erhebung des Archipels dar und sind vom Wasser aus sicher ein imposantes Naturereignis. Leider kann man das nicht von der anderen Seite behaupten. Bei einem Spaziergang entlang der vertrockneten, dampfenden Landstraße erhascht man von den Cliffs nur selten einen Blick. Mir als erfahrenen Weltreisenden passierte es wirklich zum ersten Mal, dass ich kilometerlang an einer Attraktion entlang marschierte ohne es zu merken.

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