Die 20 besten Pink Floyd Songs

wish youPlatz 20: Have a Cigar (1975, Wish you were here)
Waters schallende Ohrfeige gegen die gierige und heuchlerische Musikindustrie ist ein im Gesamtwerk der Band verlorenes Juwel. Nach mehreren erfolglosen Anläufen am Mikrophon engagierte das Perfektionisten-Duo Gilmour/Waters den Sänger Roy Harper um den Leadgesang aufzunehmen.

 

 

divisionPlatz 19: Keep Talking (1994, The Division Bell)
Auch in späteren Jahren war Pink Floyd noch für das ein oder andere Glanzlicht bereit. „Keep Talking“ ist eine außergewöhnliche, wuchtige Nummer die durch aufwendige Chöre und schillernde Leadgitarren zwar ein wenig zu sehr überproduziert ist, aber dadurch nichts von ihrem einzigartigen Charakter verliert.

 

 

lapsePlatz 18: Learning to Fly (1987, A momentary lapse of reason)
Pink Floyd hatte die ekelhafte Schlammschlacht nach Waters Ausstieg überwunden und machte sich auf zu neuen Ufern. „Learning to Fly“ ist ein Paradebeispiel an wiederentdeckter musikalischer Schöpfungskraft und aus dem Dornröschenschlaf erwachtem künstlerischen Genie.

 

 

meddlePlatz 17: One of These Days (1971, Meddle)
Der Eröffnungstrack der 71’er LP „Meddle“ ist noch heute einer der wenigen Album-Opener der Popgeschichte, die dem Hörer die Nackenhaare aufstellen. Der Beginn mit den zwei übereinander gestapelten Bassgitarren, die Soundeffekte im Mittelteil, die wahre musikalische Explosion zum Ende – ein Meisterwerk.

 

 

animalsPlatz 16: Sheep (1977, Animals)
In den auslaufenden Siebzigerjahren mutierte Pink Floyd zum absoluten Hassobjekt der britischen Punkbewegung. Das noch heute chronisch unterschätzte Album „Animals“ lieferte die perfekte Antwort. Songs wie „Sheep“ verlassen die pompöse, überkandidelte Ebene des Progressive und führen zu schnörkellosen, aber weiterhin perfekt produzierten, harten Stadionrock.

 

 

wallPlatz 15: Hey You (1979, The Wall)
„Hey You“ ist ein echter Juwel auf dem an Highlights nicht gerade armen „The Wall“-Album. Die sanften Klänge von Gilmours Akustikgitarre weichen alsbald einer erbarmungslosen Walze aus E-Gitarren und Synthesizern. Der Text über Pinks Verzweiflung und der Ausweglosigkeit hinter der Mauer tun ihr Übriges.

 

 

dark sidePlatz 14: Us and Them (1973, Dark Side of the Moon)
Die Diskrepanz zwischen dem ruhigen, geradezu tiefenentspannten Vers und dem überbordenden, lauten Refrain könnte kaum größer sein. Der Text ist vielfach interpretierbar und dadurch zeitlos wie nie. Er reflektiert Krieg, Gewalt, die zerstörerische Wirkung eines Individuums und, im Kontext des Albums, Wahnsinn.

 

 

piperPlatz 13: Interstellar Overdrive (1967, The Piper at the Gates of Dawn)
Der mehr als neunminütige Geniestreich psychedelischer Rockmusik wird als Zeugnis unverwechselbarer Spielfreude die Zeiten überdauern. Die rastlosen, völlig ausgeflippten Soundeinlagen täuschen ein wenig darüber hinweg, dass der Track sowohl im Studio als auch bei Liveauftritten exakt strukturiert und organisiert wurde.

 

 

wallPlatz 12: Another Brick in the Wall Part 2 (1979, The Wall)
Pink Floyds einziger echter Radio-Hit ist noch heute der bekannteste Titel der Gruppe, dabei hat er mit dem typischen, einzigartigen Sound des Quartetts relativ wenig am Hut: Er basiert auf einer schnurgeraden, kantigen Bassline und einem zeitgenössischen Discobeat und zaubert so eine vollkommen fremdartige, beinahe gewalttätige Atmosphäre auf „The Wall“.

 

 

piperPlatz 11: Astronomy Domine (1967, The Piper at the Gates of Dawn)
Das Eröffnungsstück von Pink Floyds Premierenalbum ist ein wahnwitziger Trip durch die psychedelische Soundwelt der späten Sechziger. Immer wieder und wieder frage ich mich: Wie muss sich ein gewöhnlicher Plattenhörer der Swinging Sixties gefühlt haben, als er die Platte zum ersten Mal auflegte und dieses unfassbare Klangfeuerwerk an sein Ohr drang?

 

 

saucerfulPlatz 10: Set the Controls for the Heart of the Sun (1968, A saucerful of secrets)
Syd Barretts Ausscheiden hinterließ ein riesengroßes Loch an musikalischer Kreativität, das die anderen Mitglieder der Gruppe erst nach einiger Zeit stopfen konnten. „Set the Controls…“ aus der Hand von Roger Waters ist ein beeindruckender Song mit geradezu gespenstisch, fernöstlichem Touch. Der bereits geistig zerfressene Barrett spielte für diesen Track nur noch einige kaum hörbare Gitarrenparts ein und sorgte damit für den einzigen Pink Floyd Song an dem alle fünf historischen Mitglieder mitgewirkt haben.

 

 

dark sidePlatz 9: Brain Damage/Eclipse (1973, Dark Side of the Moon)
Die beiden Abschlusstracks des Albums „The Dark Side of the Moon“ bringen die wiederholte Thematik des Konzeptalbums zu einem Grande Finale. Waters erst erschöpfter, dann trotziger Leadgesang und die pompöse Ausstaffierung mit weiblichem Hintergrundchor und fast schon orchestralen Orgelwänden bringt die wohl bekannteste Platte der Popgeschichte zu einem wohlverdienten Abschluss.

 

 

animalsPlatz 8: Dogs (1977, Animals)
Bereits bei den Aufnahmen zu dem Album nahm Roger Waters das Zepter der Alleinentscheidungen in die Hand. David Gilmours Beitrag minimierte sich auf das 17-minütige Stück „Dogs“. Der Song wurde bereits seit 1974 als „You’ve got to be crazy“ live gespielt und erst bei den Aufnahmen zu „Animals“ neu ausgearbeitet. Mit seiner düsteren Grundstimmung und den fein geschliffenen Texten ist es nicht nur das Paradestück der Platte sondern auch eines der größten Geniestreiche in der Diskografie der Gruppe.

 

 

wish youPlatz 7: Shine on you crazy diamond (1975, Wish you were here)
„Shine on you crazy diamond“ ist der längste Song der Gruppe und dauert, beide Teile zusammengefügt, über 26 Minuten. Eine solche Länge allein genügt um jeden Song zu zerstören, doch hier ist genau das Gegenteil der Fall. Selbst Richard Wright erklärte noch Jahrzehnte später es sei der „perfekte Song. Ich würde nicht eine Note daran ändern.“
Der in neun einzelne Unterteile gegliederte Song ist eine weitere Verneigung vor Barrett und ein wahrer musikalischer Geniestreich.

 

 

dark sidePlatz 6: Money (1973, Dark Side of the Moon)
Ein Rocksong im 7/4-Takt! Gerade der monotone und doch so grenzenlos kreative Basslauf von Roger Waters verleiht dem Song über Geld und Gier zunächst seinen wahren Glanz. Doch erst der Coda macht „Money“ zu einem absoluten Glanzstück: David Gilmours wabernde Gitarrensoli und Dick Perrys Tenorsaxophon schaffen einen einzigartigen Klangrahmen.

 

 

meddlePlatz 5: Echoes (1971, Meddle)
Der fulminante Titel „Echoes“ ist ein einzigartiges, fast viertelstündiges Meisterwerk der Popmusik. Die Vielzahl an Effekten, Geräuschen, Tönen, Improvisationen und Soli macht es zu einem wahren Denkmal der Musikhistorie. Durch die aufwendige Instrumentierung ergeben sich nahezu im Sekundentakt neue, außergewöhnliche Klangfarben und -bilder, die in ihrem Charakter von harmonisch über melancholisch bis gespenstisch reichen. Ein epochaler Trip in die Welt der Musik.

 

 

emilyPlatz 4: See Emily Play (1967, Single „See Emily Play“)
Die zweite Single der Band in ihrer Frühphase ist ein wahrlich regenbogenfarbener Marathonlauf durch einen Tunnel aus wabernden und hallenden Soundcollagen und ist der absolute Höhepunkt aus der psychedelischen Frühphase der Gruppe. Zugleich stellte er den entscheidenden, zukunftsweisenden Wendepunkt der Bandhistorie dar; denn der sagenumwobene Frontmann Syd Barrett begann sich während der Aufnahmen massiv zu verändern. Er protestierte gegen die vermeintliche Kommerzialisierung seines Schaffens und erkannte das spätere Mitglied David Gilmour nicht wieder, und das obwohl er ihn als Jugendfreund ins Studio eingeladen hatte.

 

 

wallPlatz 3: Comfortably Numb (1979, The Wall)
Das überbordende Projekt „The Wall“ ist größtenteils ein geistiges Kind von Roger Waters. Der schillerndste, brillanteste Song des Konzeptalbums entstammt allerdings aus der Feder von David Gilmour, der den Track eigentlich auf seinem Soloalbum veröffentlichen wollte. Während der Arbeiten zu dem legendären Konzeptalbum überarbeiteten die beiden kongenialen Musiker das Lied unter dem Arbeitstitel „The Doctor“ mehrmals.
Das Resultat ist ein für Floyds Verhältnisse einfach instrumentiertes, harmonisches Meisterwerk mit einem phänomenalen zweiten Gitarrensolo, was stark Waters Vorstellungen entsprach. Die etwas andere Seite des Liedes präsentierte die auf drei Mann zusammengeschrumpfte Gruppe unter anderem auf dem Livealbum „Pulse“ mit einer weitaus langsameren, basslastigeren Variante.

 

 

dark sidePlatz 2: Time (1973, Dark Side of the Moon)
Die aufreizend schrillenden Uhrwerke verkünden schon zu Beginn Monumentales, die anschließende Brücke mit Masons Schlagzeugsolo und Wrights vibrierenden Synthesizer-Wänden halten den Spannungsbogen fast atemberaubend hoch. Der Hauptteil selbst ist ein atemloses, überbordendes Spektakel in hohem Tempo und mit aufwendiger Produktion.

 

 

wish youPlatz 1: Wish you were here (1975, Wish you were here)
Im Katalog der Gruppe gestaltet sich „Wish you were here“ als vergleichsweise geradliniges Stück und ist trotz oder gerade wegen dieser Charakteristik der größte Geniestreich von Pink Floyd.
Der Titel erinnert ein wenig an ein typisches Liebeslied, die Textzeilen beziehen sich allerdings auf den verlorenen Sohn Syd Barrett, der die Gruppe in den Augen der Mitglieder nie ganz verlassen hatte. Auch die zunehmende Verfremdung der Vier untereinander könnte rückblickend eine weitere Thematik gewesen sein.
Das kreative und durch seine außerordentliche Instrumentierung perfektionierte Lied ist ein wahres Paradebeispiel eines eher knapp strukturierten und doch vielschichtigen, modernen Popsongs.

 

 

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