Die Drei ??? – Folge 01-19

In dieser Rubrik möchte ich mein Lieblingshörbuch „Die Drei Fragezeichen“ genau unter die Lupe nehmen. An jede Folge ist eine kurze Beschreibung mit anschließender Bewertung angeschlossen. Für die Bewertung gilt die klassische Einheit: min. 1 Fragezeichen = mies; max. 5 Fragezeichen = großartig

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Der Urknall für die drei Fragezeichen: „…und der Superpapagei“

Folge 01 – und der Superpapagei
Was für eine phänomenale Idee sprechendes Federvieh zum Schlüssel eines Kriminalfalls zu machen! Schon mit dem ersten Geniestreich der drei Detektive zeigen sich alle Facetten, die diese Serie auch heute noch ausmachen: Herzerfrischender Humor, interessante Handlung, faszinierende Schauplätze, einfallsreiche Charaktere, kleine verzeihbare Fehler und stetige, dramatische Wendungen. Gleich Fall 1 wird damit zu einem Paradebeispiel für die kommenden +35 Jahre.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

Folge 02 – und der Phantomsee
Bereits mit dem zweiten Teil erreicht das atmosphärische Element der Serie seinen unangefochtenen Höhepunkt. Die Story ist großartig und die Jagd nach dem Schatz stets spannend. Doch das eigentliche Salz in der Suppe erhält diese Folge erst durch ihre fast übermenschlich kreativen Schauplätze die ihr einen fast einzigartigen Charme verleihen.
Der einzige kleine, augenzwinkernde Kritikpunkt: Bereits als Kind war die stimmliche Parallele zwischen Professor Shy & Alter-Ego Java Jim ziemlich früh offensichtlich, doch vielleicht war das auch so beabsichtigt.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

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Ein Heidenspaß für Jung und Alt: … und der Karpatenhund

Folge 03 – und der Karpatenhund
Die Suche nach dem Karpatenhund in einer Wohnanlage voller undurchsichtiger Bewohner lebt von der Summe seiner Teile: Die einzelnen Personen ergeben ein stimmiges und mannigfaltiges Täterprofil. Die Handlung ist erstaunlich simpel und bodenständig, aber trotzdem stets spannend. Zum johlen: Der liebenswürdige Mandala-Fetischist Sonny Elmquist und seine „Blitz-Attacken“.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

Folge 04 – und die schwarze Katze
Ein kleiner Dämpfer unter den ersten Fällen: Weder in Sachen Figuren noch in Sachen Spannung reicht diese Episode an die Konkurrenten aus den Anfangstagen heran. Trotz einiger vorzüglicher Elemente wie Peters mutigem Umgang mit dem Löwen oder dem entscheidenden Finale auf dem Rummel fehlt im Gesamtkonstrukt ein Wenig zur ganz großen Klasse der ersten drei Teile.
Trotzdem erntet diese Folge einen Titel, wenn auch einen mit fadem Beigeschmack: Es ist die mit Abstand beste Zirkusfolge der drei Detektive.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 05 – und der Fluch des Rubins
Einmal mehr ein höchst sonderbares Vermächtnis nach einem versteckten Schatz. Und einmal mehr wird ein bewährtes Rezept einmalig umgesetzt. Die Suche nach dem feurigen Auge ist fesselnd und durch die ständige Präsenz von Schwarzbart und den Indern ein Drahtseilakt der Gefühle. Das Ende vermittelt eine wunderbare moralische Botschaft und August August bekommt die fällige Belohnung für seinen höchst beknackten Namen: Einen dicken fetten Scheck.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 06 – und der sprechende Totenkopf
„Mathilda, bist du’s?“ „Ich bin es, Sokrates“ – Grusel zum Weinen schön.
„Da hättest du beinahe die Wahrheit gesagt als du gelogen hast!“ – Peter mit GANZ großem Kino.
„Er hat buh gemacht, einfach buh.“ – Tante Mathilda mit einem absoluten Gala-Auftritt.
„Wenn es gefährlich wird schreie ich“ – Ein Relikt aus einer Zeit, in der die drei Detektive weder über detektivische Technik wie Walkie Talkies oder gar Kreidezeichen verfügten.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

Folge 07 – und der unheimliche Dache
Der detektivische Außeneinsatz in dem idyllischen Örtchen Seaside ist der wohl beißend selbstironischste Fall der drei Detektive. Beim Anblick des phänomenalen Drachen bekommt selbst der sonst so unterkühlte Justus kalte Füße. Doch den Vogel schießt eindeutig „Bösewicht“ Shelby ab: Er ist durch seinen verspielten Bankraubplan der vielleicht heldenhafteste Schurke der ganzen DDF-Historie. Einmalig auch das unkonventionelle Ende: Der Dieb bringt das Geld nach der Überführung einfach zurück und fertig.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 08 – und der grüne Geist
Das Auftauchen des Geistes bleibt in Sachen Grusel ein wenig hinter den anderen Folgen mit ähnlicher Thematik zurück. Doch die folgende Handlung zeigt auch warum: In der Geschichte geht es weit mehr um die Betrügereien auf dem malerischen Weingut und die undurchsichtigen Machenschaften eines einflussreichen Chinesen als um den namensgebenden Geist an sich. Der Fall ist bis zum Schluss hochspannend und macht zu jeder Minute Spaß.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

 

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Urige Charaktere und liebenswürdige Dialoge: … und die rätselhaften Bilder

Folge 09 – und die rätselhaften Bilder
Zum wiederholten Male stehen Kunstwerke bei einem Fall der drei Detektive im Vordergrund, doch deshalb ist diese Episode noch lange nicht verstaubt. Das liegt neben der diesmal eher unaufgeregten Suche nach den versteckten Bildern an den großartigen und einfallsreichen Charakteren, allen voran der coole De Groot. Die Aktionen sind aufgekratzt, die Dialoge äußerst unterhaltsam. Die in altbewährter Manier souveräne Auflösung ist höchst überraschend und bringt diese lebhafte Folge zu einem wohlverdienten Ende.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

Folge 10 – und die flüsternde Mumie
Eine abenteuerliche und beinahe exotische Folge. Trotz höchst spezialgelagerter Ausgangslage und einem Wirrwarr an Verdächtigen behält Justus stets den Überblick und lässt sich für die Aufklärung sogar im Sarkophag bis an sein Ziel tragen. Warum der Wissenschaftler allerdings diesen Budenzauber inszeniert und nicht einfach nebenan einbricht/einbrechen lässt und sich die Diamanten holt bleibt wohl auf ewig sein Geheimnis.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

 

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Für viele die beste Folge der Serie: …und das Gespensterschloss

Folge 11 – und das Gespensterschloss
DIE drei Fragezeichen-Folge, ach was, DAS Jugendhörspiel schlechthin. Die fantastisch inszenierten Szenen im inneren des Gruselschlosses von Stephen Terrill überschritten alles was ich mir als in Kind in meinen kühnsten Träumen zusammenreimen konnte. Egal mit welchem Fan man sich unterhält: Die beispiellose Verehrung einer Jugendbuchserie begann immer in der Kindheit, und beim „Gespensterschloss“ nahm sie häufig ihren Anfang. Der eigentlich so simple und doch derartig vielschichtige Verlauf des Falles sorgt bei jedem Fan bis zum Schluss für Begeisterung.
Vielleicht die einzige Folge der drei ??? die man sich tausendmal anhören kann, ohne dass der Zauber und die sensationelle Magie verloren geht.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

Folge 12 – und der schreiende Wecker
Der schreiende Wecker ist das vielleicht einfallsreichste Objekt, das je im Wohnwagen der drei untersucht wurde. Der markerschütternde, ohrenbetäubende Schrei ist definitiv eine Extraklasse für sich. Doch zweifellos das absolute Highlight: Hugenay windet sich vor Kommissar Reynolds oskarreif aus der Affäre. Das Rätsel des ominösen Bert Clock weist viele althergebrachte Stilmittel der Serie auf, verarbeitet werden sie aber einmal mehr völlig neuartig.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 13 – und der lachende Schatten
Ein aufwühlender Fall mit Ecken und Kanten. Spätestens hier kommen die drei Detektive langsam aber zügig in die Pubertät. Weder die mysteriöse Nachricht aus Blut noch die Entführung der Indianer sind etwas für Kleinkinder, dafür aber absolutes Futter für die Nerven. Abzüge gibt es einzig und allein dafür, dass im Hörspiel nicht alle Fragen geklärt werden: Skinny Norris‘ Auftreten bleibt zum Beispiel unbekannt. Das spannende, fein ausgestaltete Finale in den Bergen entschädigt jedoch auch dafür.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 14 – und das Bergmonster
Kein Regisseur, Schauspieler, Alpinist oder Schriftsteller dieser Erde könnte es so geschickt fertig bringen ein bislang noch unbekanntes Lebewesen aus den höheren Gebirgslagen so seriös und unaufgeregt in seine Geschichte einzubringen wie der Autor dieser Episode. Ohne die Verwendung jeglicher Spukgeschichten oder Schauermärchen gelingt es in diesem Fall, eine glaubwürdige Geschichte über einen real existierenden Yeti mit einem simplen Betrugsfall zu verknüpfen. Der gute Mr. Smethers kann sich da nur vergnügt die Hände reiben.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 15 – und der rasende Löwe
Die abenteuerliche Wildlife-Safari der drei Detektive ist höchst amüsant und stets reich an interessanten Situationen, aber auch arm an echten Höhepunkten. Zielgerichtet wie auf Schienen umkurvt unser Trio zunächst wildgewordene Löwen und Gorillas und verfolgt im Anschluss einen verdächtigen Doc und einen geheimnisvollen Nussknacker. Dass bei der ganzen Aktion am Ende nur altbewährter Schmuggel heraus kommt, drückt ein bisschen aufs Gemüt.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 16 – und der Zauberspiegel
Einmal mehr gelingt es einen Fall mit fast übertrieben surrealen Grusel zu inszenieren und ihn am Ende trotzdem sachlich und für jedermann verständlich aufzulösen. Die Gespenstererscheinungen im Spiegel (noch dazu bei Gewitter!) sind höchst beeindruckend, der Fall bis zum Schluss beschwingt. Einzig die Präsenz der beiden Nerv-Enkel Jeff und Jenny stört ein wenig. Bereits in dieser Phase sind Justus, Peter und Bob dem Intellekt der „Ein-Folgen-Freunde“ ein wenig entwachsen.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 17 – und die gefährliche Erbschaft
Die Geschichte der drei Detektive ist voll von Rätseltexten und Jagden nach verstecktem Vermögen. Doch hier erreicht die Jahrzehnte andauernde Schatzsuche ihren unbestrittenen Höhepunkt. Die drei arbeiten sich durch das geheimnisvolle Testament wie durch ein höchst anspruchsvolles Kuchenrezept. Jeder Satz wird haarklein herausgepickt und mit fantasievollen Charakteren und spannenden Situationen versehen.
5
(5/5 Fragezeichen)

 

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Merkwürdige Machenschaften an der rauen See: …und die Geisterinsel

Folge 18 – und die Geisterinsel
Nach Karnevalsfiguren wie dem Rotzlöffel Cluny (Phantomsee) und dem bemitleidenswerten August August (gestohlener Rubin) folgt mit dem Griechen Chris Markos endlich ein „Freund für eine Folge“, mit dem man sich zu 100% identifizieren kann. Schon alleine für das Glück des verschmähten, verarmten Jungen drückt man für den Fund von Gold und Geld alle vorhandenen Daumen. Die Erscheinung der Geistergestalt auf dem Karussell ist leider unter dem Rahmen der Möglichkeiten, die Intrigen und Aktionen der Dorfgemeinschaft und des Filmteams machen das aber locker wieder wett.
4

(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 19 – und der Teufelsberg
Das monotone Dröhnen des Teufelsbergs hämmert sich bedingungslos in die Hörmuschel jedes Fans dieser wundervollen Serie. Die Stimmung in den unheimlichen Höhlen bedarf keinerlei Unterstützung aus der guten, alten Europa-Soundkiste um richtig unheimlich zu sein.
Das Rätsel um den seit hundert Jahren verschollenen El Diablo steigert sich zu einem beinahe magischem detektivischen Fieber, das jeden infiziert, der sich in Hörweite dieser außergewöhnlichen Folge begibt. Ohne großen Aufwand wird ein Folge kreiert, die sich selbst aus dem qualitativ so hochwertigen Feld der ersten Folgen problemlos heraushebt.
5
(5/5 Fragezeichen)

Rezension aller Die Drei Fragezeichen Folgen:
Die Drei ??? – Folge 01-19
Die Drei ??? – Folge 20-39
Die Drei ??? – Folge 40-59
Die Drei ??? – Folge 60-79
Die Drei ??? – Folge 80-99
Die Drei ??? – Folge 100-119
Die Drei ??? – Folge 120-139
Die Drei ??? – Folge 140-159
Die Drei ??? – Folge 160-179

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