Die Drei ??? – Folge 20-39

Folge 20 – und die flammende Spur
Der erstklassige Sonderling Potter und seine zwielichtigen Beziehungen nach Rumänien stehen im Vordergrund dieses Falls. Ansprechend sind hierbei vor allem die historischen Nachforschungen und die eindringlichen Begegnungen mit den Gangstern des damaligen Ceausescu-Regimes. Die „flammende Spur“ selbst kitzelt nur ein wenig Gruselgefühl hervor, auch die Aufklärung ist zwar logisch aber nicht sonderlich überraschend. In der Summe ist diese Episode aber eine stets unterhaltsame und abwechslungsreiche Geschichte.
4
(4/5 Fragezeichen)

tanzend teufel
Wenn der Fantasie scheinbar keine Grenzen gesetzt sind: … der tanzende Teufel

Folge 21 – und der tanzende Teufel
Ironie des Schicksals: Die drei Detektive werden von einem kleinen Mädchen ausgesandt um eine verschwundene Puppe zu suchen und finden einen neureichen Schlawiner in einer Kleiderpuppe. Die Auftritte des vergrößerten tanzenden Teufels hinken ein wenig hinter den üblichen Gruselmomenten der Serie her: Sie wirken (ein gewisses Alter des Hörers vorausgesetzt) eher unfreiwillig komisch. Letzten Endes ist die Folge doch ganz nett, allen voran wegen den hervorragend ausgearbeiteten Figuren.
4
(4/5 Fragezeichen)

Folge 22 – und der verschwundene Schatz
Gnomen, Elfen, Zwerge, Elfenköniginnen, Kobolde, Pfadfinder und hysterische Japaner, gemeinsam auf einer knallbunten Wiese mit Baby-Sonne und dem Hintergrundsong „Sunshine, Lollipops and Raindbows“. Was sich zunächst anhört wie der Kinderkanal auf einem schlechten LSD-Trip ist in Tat und Wahrheit der wohl überdrehteste Fall in der Geschichte der drei Detektive.
Dass die gesamte, kunterbunte Maskerade nur dazu dient einen knallharten, mausgrauen Bankraub zu vertuschen, ist bei der Ernsthaftigkeit dieser Detektivserie wohl selbstredend.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

Folge 23 – und das Aztekenschwert
Die drei Fragezeichen schaffen es stets auf ihre ganz eigene Art und Weise spielerisch leicht schwere Kost zu servieren. So wird in dieser Folge zum Beispiel unverhohlen der alltägliche Rassismus gegen Mexikaner in den USA thematisiert. Doch auch ganz ohne sozialpolitische Analyse ist dieser Fall sehr spannend. Alleine aus blanker Abscheu vor Skinny Norris und seinen armseligen Machenschaften wünscht man den drei Detektiven und ihren neuen Freunden alles Gute bei der Suche nach dem Aztekenschwert.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

Folge 24 – und die silberne Spinne
Agententätigkeiten, allumfassende Überwachung, Spionage und ein schmutziger Machtkampf um die Führung in einem Konzern. Die drei Fragezeichen meistern diesen höchst komplexen Spaziergang auf dem Drahtseil mit spielerischer Leichtigkeit – bis auf Bob der mehrmals herunterfällt und sich böse den Kopf stößt. Der Trip nach Texas ist mal mehr, mal weniger spannend und bis zum großen Finale auf dem Turm stets unterhaltsam. In dieser Folge sind es gerade einige Kleinigkeiten, die die übertriebene und stellenweise arg verworrene Handlung übertünchen.
4
(4/5 Fragezeichen)

singend schlange
Abgedrehte Charaktere und eine schräge Story: … und die singende Schlange

Folge 25 – und die singende Schlange
Der Auftakt des Allie Jamison-Doppelpacks ist wie die höchst ulkige Tante Patricia selbst: Sehr vergnüglich und gewaltig abgespact (für alle älteren Semester: abgedreht). Das fieberhafte Miträtseln kann man sich hier aber schenken, bereits relativ früh wird klar, dass das Scheusal Asmodi nur einen faulen Zauber betreibt.
Wie so oft wird auch aus diesem Fall durch die souveränen Figuren, die authentische Spannung und die einmalige Story in ein zeitloser Klassiker. Vor allem Justus läuft zu Hochform auf: Seine Ausrede mit dem Kater, als die drei beim betreten des Grundstücks ertappt werden, ist einfach nur detektivisch meisterhaft.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

Folge 26 – und die Silbermine
Dieses Mal werden die drei Detektive von Allie zu ihrem Onkel aufs Land geschickt, um einen eigenartigen Minenbesitzer tüchtig auf die Finger zu klopfen. Auch wenn die Handlung ein wenig an den Haaren herbei gezogen scheint: Das Geschehen ist kurzweilig und bekommt durch die Einbringung eines toten Gangsters zusätzliche Würze.
Abgesehen von den Highlights ist der Fall unaufgeregt und entspannt, und passt sich dabei leider manchmal auch der ausgestorbenen Stimmung von Twin Lakes an. Doch bei diesem rundum proppenvollen Gesamtpaket gibt es nur wenig zu meckern.
4
(4/5 Fragezeichen)

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Okkultismus und viele liebevoll inszenierte Situationen: …und der magische Kreis

Folge 27 – und der magische Kreis
Nach dem zwielichtigen Zwölferkreis aus der „singenden Schlange“ wird hier noch einer drauf gesetzt: Mit der ausgezeichneten Madeleine Bainbridge wird statt eines Betrügers eine waschechte Hexe an die Spitze eines geheimen Kultes gesetzt.
Doch der Okkultismus ist nur eines von vielen Themen die in diesem Fall aneinandergereiht werden: Unterschiedliche, zunächst leicht verwirrende Handlungsstränge werden aneinander gesetzt und zum Schluss souverän und logisch aufgeklärt. Sowohl die Stimmung als auch die Sprecher sind gewohnt stark und verleihen dem ohnehin schon starken Fall eine zusätzliche Duftnote.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

Folge 28 – und der Doppelgänger
Der Fall um Justus und seinen einmaligen Doppelgänger ist ein höchst attraktives Spektakel, das durch die damalige politische Situation in einigen Teilen Afrikas eine (möglicherweise unbeabsichtigte) zusätzliche Würze bekommt. Hierbei werden zwei bewährte Elemente in drei ??? Folgen ganz zielgerichtet miteinander verbunden: Im ersten Abschnitt eine Entführung mit viel Action, im zweiten Abschnitt eine Personensuche mit (einmal mehr großartiger) dramatischer Wendung.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

Folge 30 – und das Riff der Haie
Diese Episode setzt sich deutlich von den sonstigen Folgen der drei Detektive aus dieser Ära ab: Es gleicht eher einer erwachsenen Kriminalgeschichte als einem Jugendhörspiel. Aus dem einfachen Rätsel um den erhöhten Kraftstoffverbrauch des Schiffs Windrose wird eine höchst komplexe Geschichte um die Gier großer Konzerne, Umweltschutz, unheimliche Gestalten und alten Schatten aus dem Pazifikkrieg. Der Charakter der Folge ist stimmig, die Lösung überraschend und zum Ende gar dramatisch.
4
(4/5 Fragezeichen)

Folge 31 – und das Narbengesicht
Der Beginn der Folge ist noch eher kindlich und überdreht, die Einbringung eines radikalen Sektenflügels und ihr bewaffneter Kampf in Südamerika katapultiert sie allerdings umgehend in andere Dimensionen. Die Ermittlungen, von Schriftsteller Albert Hitfield bis unter die Brücke beim Hafen, sind stets unterhaltsam und spannend. Einzig die Sprecherleistungen fallen hier eher mau aus, ähnlich wie die häufig konfuse Atmosphäre und das ein wenig übertriebene Ende mit dem Erdrutsch. Alles in allem aber ein souveräner und stets interessanter Fall.
4
(4/5 Fragezeichen)

Folge 32 – und der Ameisenmensch
Gäbe es ein Guinnessbuch der Rekorde explizit für die drei Detektive, diese Folge würde ausdrücklich erwähnt. Denn am Ende gibt es die rekordverdächtige Anzahl von VIER! undurchsichtigen Bösewichten, die von Justus in altbewährter Manier enttarnt werden.
Die Folge selbst gestaltet sich als ein manchmal schönes, manchmal merkwürdiges Kabarett außergewöhnlicher Figuren (Schwimmbadreiniger, Tarantel, Insekten, Kurator etc.), aus dem sich ein großartiges und stets höchst unterhaltsames Bild ergibt.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

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Ein stimmiges Gesamtpaket: … und die bedrohte Ranch

Folge 33 – und die bedrohte Ranch
Eine chronisch unterschätzte Folge, die ich mir praktisch in Dauerschleife anhören könnte. Einen riesengroßen Anteil daran hat ganz klar Mr. Baron: Seine Schimpftiraden gegen Patrick sind die vielleicht größte Sternstunde in der Geschichte der Serie.
Trotz allumfassender Alien-Thematik und vermeintlicher Armee-Präsenz: Der Fall wirkt zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig. Das allgemeine Belagerungsszenario geht unter die Haut, die fingierten Radiobotschaften aus dem All und die Sichtung eines unbekannten Flugobjekts stellen unter Garantie jedes Nackenhaar auf. Daumen hoch!
5
(5/5 Fragezeichen)

Folge 34 – und der rote Pirat
Der Fall gleicht weniger einem schweißtreibenden, nervenzerreißenden Trip auf einem Piratenschiff als einer gemächlichen aber interessanten Schlauchbootfahrt in ruhigem Gewässer. Über den größten Teil der Folge passiert nicht allzu viel, einzig der Showdown im Turm und die abschließende Verfolgung von Mr. Evans generieren etwas Spektakel. Trotz fehlender Action und einem eher nüchternen Ende mit als Piratenschatz getarnter Bankraubbeute ist diese vierunddreißigste Episode ein rundherum solides Gesamtwerk mit viel Spaß und einigen komischen Momenten.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

Folge 35 – und der Höhlenmensch
Ist es überhaupt möglich, eine ganze Stadt via Sprenkelanlage schlafen zu schicken? War das überhaupt nötig um das Gerippe zu stehlen? War es überhaupt möglich das Gerippe auszutauschen? Alles halb so wild: Denn mit Logik kommt man bei diesem Fall nicht weit. Vielmehr sind es die geradezu granatenmäßigen Charaktere und der sie umwebende beißende Humor, der dieser Episode etwas ganz und gar außergewöhnliches verleiht. Am Ende stehen gleich mehrere entlarvte Verbrecher und ein wunderbares Gleichnis über Kapital und Geldgier.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

super wal
Für viele Fans der negative Wendepunkt der Serie: … und der Super-Wal

Folge 36 – und der Super-Wal
Mit Folge 36 beginnt das endgültige Ende der frühen drei Fragezeichen. Für lange Zeit sollte der Charme und die Spannung der ersten Folgen nicht mehr erreicht werden.
Der Fall selbst ist äußerst mau. Die Handlung wirkt lieblos und ist künstlich in die Länge gezogen, der höhere Sinn der gesamten Aktionen ist, soweit überhaupt vorhanden, nicht ersichtlich. Und so bleibt festzuhalten: Der beste Akteur ist in diesem Fall der Wal.
2
(2/5 Fragezeichen)

Folge 37 – und der heimliche Hehler
Der tote Hund Tiny ist das erste prominente Opfer in der Geschichte der Serie und sorgt für ein diesmal nicht ganz waschechtes Happy End. Das der vermisste Ted nur weggelaufen ist und der heimliche Hehler eher nebenbei enttarnt wird drückt der lebhaften, äußerst einfach strukturierten Folge nur gering aufs Gemüt, die fehlenden Wendungen und Überraschungen dagegen deutlich mehr. Fazit: Eine nicht ganz runde Sache.
3
(3/5 Fragezeichen)

Folge 38 – und der unsichtbare Gegner
Kalifornien ist nicht genug. Diesmal treibt es die drei Detektive quer durch ganz Amerika. Wie auf Speed kurven die drei mit Opa Ben quer durch den Kontinent, stets in fast paranoider Angst vor einem unsichtbaren Gegenspieler. Die Überraschung am Ende ist gelungen, die Tätersuche aufgrund weniger Verdächtiger jedoch ein wenig zu simpel vollzogen.
4
(4/5 Fragezeichen)

Folge 39 – und die Perlenvögel
Eine Folge mit durchaus attraktiver Brieftauben-Thematik die leider komplett an ihrem altbackenen Gewand scheitert. Sämtliche handelnden Personen, von der eigentümlichen Miss Melody über Blinky bis zu den Japanern versprühen keinerlei außergewöhnliche Eigenschaften und schinden dadurch kaum Eindruck.
3
(3/5 Fragezeichen)

Rezension aller Die Drei Fragezeichen Folgen:
Die Drei ??? – Folge 01-19
Die Drei ??? – Folge 20-39
Die Drei ??? – Folge 40-59
Die Drei ??? – Folge 60-79
Die Drei ??? – Folge 80-99
Die Drei ??? – Folge 100-119
Die Drei ??? – Folge 120-139
Die Drei ??? – Folge 140-159
Die Drei ??? – Folge 160-179

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