Die Drei ??? – Folge 40-59

mader
Ein höchst stilvilles Cover für eine höchst bescheidene Folge: … Automarder

Folge 40 – und der Automarder
Ein zweigeteilter Fall: Zum einen das Verschwinden einer wertvollen Adlermünze, zum anderen ein Vandale, der laufend Autoscheiben zerschießt. Beide Teile haben aber eines gemeinsam: Sie sind eher unterstes Mittelmaß. Weder die Vorfälle noch die Auflösung reißen einen detektivisch erfahrenen Hörer vom Hocker. Auch die lose Verbindung der beiden macht kaum viel Sinn. So greift man im Erwachsenenalter nur noch selten zu Folge 40.
Gesondert hervorzuheben sind immerhin die akribischen Ermittlungsmethoden der drei Detektive, die sich fast schon gierig an einer Stadtkarte zu schaffen machen um der rätselhaften Zerstörung auf den Grund zu gehen.
2
(2/5 Fragezeichen)

 

Folge 41 – und das Volk der Winde
Ein Farbtupfer inmitten von farblosen Fällen aus dieser Ära. Der alte Brewster ist einer der wenigen Nebencharaktere, die durch ihre bloße Präsenz verzaubern, auch der hyperaktive Neffe Clifford bringt viel Leben in die Bude.
Auch der Aufenthalt im geheimen Land der Indianer versprüht viel Glanz, einzig die plötzliche Naturkatastrophe wirkt im Kontext der Folge ein wenig deplatziert. In der Summe aber einer solide, stets interessante Folge.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 42 – und der weinende Sarg
Die Atmosphäre im mondbeschienenen Hause Makels ist äußerst spannend umgesetzt und zu Spitzenzeiten durchaus in der Lage an die alten Fälle hinzureichen. Die Story selbst ist eher unvollständig und bewegt sich in relativ engem Rahmen zwischen einer Gelegenheitsdiebin und einem Versicherungsbetrüger. Die eher altbackene und konservative Atmosphäre tut ihr übriges. Immerhin hat auch diese Episode einige selbstironische und ulkige Dialoge und Situationen in der Hinterhand, die sie ins Mittelmaß heben.
3
(3/5 Fragezeichen)

 

Folge 43 – und der höllische Werwolf
Nach dramatischem und geradezu herzzerreißendem Anfang mit dem verschollenen Mädchen klatscht die Folge im weiteren Verlauf mit einem markerschütternden Plumpsen an die Wand. Die Spannung erübrigt sich mit der Entdeckung der jugendlichen Ausreißerin ganz von alleine, der Rest ist ein öder Mix aus Lappalien und Belanglosigkeiten, die zwar kurzzeitige Strohfeuer in die Handlung schießen, aber kein übergeordnetes Ganzes von Qualität mehr ergeben.
Auch die Auftritte des namensgebenden Werwolfs sind äußerst nichts sagend und erwecken einen ganz anderen Eindruck als in dem reißerischen Titel.
2
(2/5 Fragezeichen)

 

Folge 44 – und der gestohlene Preis
Ich war nie ein großer Freund von Justus‘ Vergangenheit als Baby Fatso. Dieses sehr streitbare Element wurde über weite Strecken viel zu plump aufgezogen und zu oberflächlich verarbeitet. Auch in dieser Geschichte kommt diese dumpfe Story nicht an die hohen Erwartungen heran. Die ehemaligen Schauspielkollegen des ersten Detektivs bleiben eher blass, ähnlich wie die Hollywood-Studioatmosphäre, die der Stimmung in den anderen Folgen nicht annähernd das Wasser reichen kann.
2,5
(2,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 45 – und das Gold der Wikinger
Der Titel gaukelt eine Schatzsuche vor, die Realität ist jedoch deutlich ernüchternder: Es handelt sich eher um einen wirren Mix unterschiedlichster Themen, die etwas lieblos übereinandergeworfen werden.
Den Charme von Ragnarson Rock und der kampierenden Sippschaft mag man nicht abstreiten, die Atmosphäre ist über weite Teile sogar durchaus aufregend. Es fehlt einzig und allein eine klug ausgetüftelte, ausgereifte Story. Sowohl der Auftritt des Schiffskapitäns aus grauer Vorzeit als auch der überstürzte Aufbruch von der Insel wirken dagegen viel zu übertrieben und drücken Glaubwürdigkeit und Anspruch des Falls zusätzlich in die Tiefe.
2,5
(2,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 46 – und der schrullige Millionär
Mit diesem Fall kommen die drei ??? endlich in der Neuzeit an: Zu Recherchezwecken werden hier erstmals nicht nur Bibliothek und Telefon sondern auch moderne Computerdatenbanken genutzt.
Leider kann die Story von diesen Neuerungen kaum profitieren. Die Figuren sind fein gezeichnet, das Rätsel um einen entführten, cholerischen Millionär zumindest interessant. Doch die Umsetzung kommt in einem außerordentlich verstaubten, biederen Gewand daher. Viele Passagen sind öde, die Tätersuche ist künstlich in die Länge gezogen.
Fazit: Solides Hörvergnügen, aber keine Spur von Spannung oder Action.
3
(3/5 Fragezeichen)

 

Folge 47 – und der giftige Gockel
Ihr allseits beliebter Koch empfiehlt heute: Drippin‘ Chicken. Und einen höchst vergnüglichen Charakter: Big Barnie Crown. Sein Dröhnen hallt noch stundenlang in einem nach, jedem Hörer muss klar sein: Das hier ist eine echte DDF-Persönlichkeit.
Der Fall selbst handelt von Lebensmittelkriminalität und ist, trotz früher Auflösung, bis zur letzten Minute außerordentlich spannend. Die einzelnen Sequenzen, von Justus‘ talentierten Gaumen über die beinahe fatale Autofahrt bis zur abschließenden Pressekonferenz sind ein wahrer Killer für die Langeweile und stets augenzwinkernd verarbeitet.
Abschließende Meinung: Eine höchst delikate Angelegenheit.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

 

fässer
Längst nichts mehr für Kinder: … und die gefährlichen Fässer

Folge 48 – und die gefährlichen Fässer
Ohne große Vorankündigung wird in Folge 48 der Sprung von der Kindheit ins Erwachsenenleben vollzogen – und das ohne Pubertät. Die drei Detektive stürzen dramatisch mit dem Flugzeug ab, irren verzweifelt durch die Natur, stoßen auf vergiftete Indianer, werden von Gangstern mit Schusswaffen durch die Gegend getrieben und entdecken eine verbotene Giftmülldeponie und einen ermordeten Informanten. Dieses neue Gewand schadete der Serie zu diesem Zeitpunkt gewiss nicht, um an den Anspruch der älter gewordenen Hörerschaft anzuschließen, wirkt aber heute doch ein wenig zu derb und roh.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 49 – und die Comic-Diebe
Als Kind habe ich mich gefragt: Sind das noch die drei Detektive, oder doch TKKG? Habe ich mich etwa im Kassettenkoffer vergriffen? Diese Episode ist gespickt von einer Vielzahl an Reibereien und Prügeleien was durch deren wenig bedrohlichen Charakter sehr zur leichtlebigen Action beiträgt.
Geradezu spielerisch werden viele höchst diverse Figuren und Sachverhalte miteinander verschmolzen. Das Ergebnis ist, trotz einiger Logikfehler und Schwächen in der Vorlage, höchst amüsant und nahezu im Minutentakt abwechslungsreich hoch 100.
4,5
(4,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 50 – und der verschwundene Filmstar
Der Fall passt perfekt zu dem im Inhalt erwähnten „Atemberaubend – Zweiter Teil“: Eine ganze Portion Trash, gepaart mit viel Action und ein bisschen Schwachsinn.
Die Entführung des Diller Rourke wird spannend inszeniert und verfolgt, einzig bei der Auflösung kommt der Motor allerdings etwas ins stottern. Immerhin werden die Schwächen in der Handlung von außergewöhnlichen Situationen wie der Vorführung des aufgezeichneten Videos von Halloween und der spannenden Jagd auf den vermeintlichen Entführer wett gemacht.
3
(3/5 Fragezeichen)

 

riskant ritt
Solide Geschichte, brillante Atmosphäre: … und der riskante Ritt

Folge 51 – und der riskante Ritt
Eine Folge, die von einer unbeschreiblichen Atmosphäre lebt und damit deutlich über den Rest heraus ragt. Sowohl der Soundtrack als auch die Effekte sind perfekt auf die mexikanische Sierra Madre abgestimmt und sorgen für ein unbeschwertes Hörgefühl. Die Handlung um das Eselmädchen Blondie ist solide und sauber ausgeführt. Das deftige Ende mit dem (wahrscheinlichen) Tod des Bösewichts war für mich als Kind ein großer Schock, ist jedoch rückblickend ein mutiger Schritt in eine vollkommen neue Richtung.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 52 – und die Musikpiraten
Hier geht es, wie der Titel bereits impliziert, um „Musikpiraterie“, ein Thema das in den 80ern und 90ern brandheiß war. Die Einblicke in Bobs Job bei der Musikagentur und der Umgang mit den verwöhnten Musikgruppen und ihren Fans ist in jedem Fall amüsant. Die atmosphärische Umsetzung ist dank großzügiger musikalischer Unterstützung aus dem umfangreichen Europa-Archiv gelungen. Allzu viel Komplexität ist zwar hier nicht zu erwarten, das vergnüglich rasante Tempo hebt die Folge allerdings in das gehobene Mittelfeld der Serie.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 53 – und die Automafia
Mit Vetter Ty wird endlich einmal ein cooler Anverwandter/Bekannter der Familie Jonas vorgestellt. Allerdings hält diese Euphorie nicht allzu lange an: Während der Ermittlungen um eine Ersatzteilmafia passiert einfach deutlich zu wenig um echte Spannung zu generieren. Auch das eher reißerische, simple Bild das von der Latino-Band gezeichnet wird, wirkt ein wenig plump.
Immerhin können die aufgekratzten Sprecher und die vielen ulkigen Momente die totale Blamage abwenden und dem Fall letzten Endes sogar eine eigene Handschrift verleihen.
2,5
(2,5/5 Fragezeichen)

 

gefahr
Ein interessanter Abstecher in die zwielichtige Musicalwelt: Gefahr im Verzug

Folge 54 – Gefahr im Verzug
Schauspieler leiden an Größenwahn und Selbstüberschätzung – doch, dass der gute George Brandon am Ende gleich fünf Morde in Auftrag gibt um seine Karriere in Schwung zu bringen.
Rasant und geschickt wie ein Äffchen hangelt sich der Fall von Unglück zu Unglück und entwickelt dadurch eine außergewöhnliche Eigendynamik. Fazit: Einer der besseren Fälle dieser Ära. Und der erste Fall ohne das sonst übliche Bindewort „und“ im Titel.
4
(4/5 Fragezeichen)

 

Folge 55 – Gekaufte Spieler
Eine ohnehin schon mittelmäßige Episode wird hier einmal mehr in der Regie kaputt gemacht. Wie ein dicker, rastloser Schlund verschluckt die Folge lustige Elemente wie Justus an der Uni oder Justus als eingesperrter Riesenpapagei, die wahrscheinlich mit etwas besserer Ausarbeitung dem Fall eine zusätzliche Würze hätten verleihen können. So aber dümpelt ein Löwenanteil der Ermittlungen in klarem, seichtem Gewässer herum. Da es sich bei dem Auftrag von Beginn an „nicht gerade um etwas ungesetzliches“ handelt, entweicht dadruch noch einmal zusätzliche Energie. Immerhin: Einige komische Momente und solide Synchronsprecher bessern diese höchst maue Angelegenheit ein wenig auf.
2
(2/5 Fragezeichen)

 

Folge 56 – Angriff der Computer Viren
Man munkelt, der alternative Arbeitstitel der Folge war „Die Drei ??? und die nervigen Giftspritzen“. In Tat und Wahrheit werde ich wohl nie verstehen, warum den dreien auf Teufel komm raus ewig unzufriedene Mädchen verpasst wurden. Wie wäre es wohl gewesen, wenn die drei eine große, stets entspannte Kifferclique bekommen hätten? Wir werden es wohl nie erfahren. Die Story selbst ist möglicherweise ein wenig an den Haaren, hat aber durchaus einige spannende und vorzügliche Momente in der Hinterhand.
3,5
(3,5/5 Fragezeichen)

 

Folge 57 – Tatort Zirkus
Verkehrte Welt in Rocky Beach: Trotz eines versuchten Mordanschlags und eines dramatischen Finishs an den Klippen versprüht der Fall nichts als Langeweile. Weder die verschachtelten Familiengeschichten noch der Kampf um das Erbe des Clowns sorgen für einen Hauch von Spannung. Stadtdessen umgibt diesen Zirkusfall einmal mehr eine dicke, undurchdringbare Schutzschicht gegen allzu viel Aufregung.
2
(2/5 Fragezeichen)

 

Folge 58 – und der verrückte Maler
Das von Tante Mathilda als „Schinken“ verunglimpfte Gemälde dient in dieser Episode nur als Dosenöffner für ein weitaus größeres Verbrechen um einen höchst eigenwilligen Tresor-Unternehmer. Die Folge hält viele erstaunliche Momente parat, zum Beispiel die abschließenden Ereignisse in dem Atelier am Ozean. Die aufwühlenden und unterhaltsamen Erkenntnisse, die die Drei während ihrer Ermittlungen gewinnten sorgen für viel Vergnügen in einer Folge mit ansonsten eher merkwürdig lahmer Grundstimmung (wie einige in dieser Ära).
3
(3/5 Fragezeichen)

 

giftiges was
Trocken und abwechslungsreich wie die Wüste von Arizona: Giftiges Wasser

Folge 59 – Giftiges Wasser
Wie viele Folgen dieser Ära fiel wohl auch „Giftiges Wasser“ erbarmungslos dem Schneideraum zum Opfer. Trotz übersichtlicher Besetzung und vermeintlich einfacher Sachlage bedarf es einigen Kopfzerbrechens den Überblick über die kurze aber verschachtelte Handlung zu behalten. Viele Stellen können für den geneigten Hörer nicht so schnell verarbeitet werden. Und zu allem Übel überfordert der gute Justus bei der Auflösung mit vielen Fakten, die bis dahin noch völlig unbekannt waren. Fazit: Konfuse Story, merkwürdige Stimmung, kein Glanzlicht der Serie
2
(2/5 Fragezeichen)

 

 

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Die Drei ??? – Folge 120-139
Die Drei ??? – Folge 140-159

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